Über den Verein
Unsere Philosophie
Warum wir nicht am Kind ansetzen, sondern an den Erwachsenen um es herum – unsere pädagogische Grundhaltung von Susanne Mattern.
Parteilichkeit für Kinder
Nicht das Kind, sondern die Erwachsenen und ggf. die Umstände, denen das Kind ausgeliefert ist, müssen verändert werden.
Die Voraussetzung dafür, dass ein Kind sein Verhalten verändern kann, ist, dass sein (herausforderndes) Verhalten als Signal verstanden wird, dass „etwas nicht in Ordnung ist“.
Das Bild vom leeren Tank
Was hat ein Auto mit leerem Tank mit Kindern zu tun – insbesondere denen, die uns herausfordern? Von einem Auto erwartet niemand, dass es ohne oder falsch betankt fährt – von Kindern schon. Egal, ob …
- … man kein Geld zum Tanken hatte
- … es den richtigen Sprit nicht gab (und man deshalb oder auch versehentlich anstatt Diesel Benzin getankt hat)
- … keine Tankstelle in der Nähe war
- … man keine Lust oder keine Zeit zum Tanken hatte
Das Auto fährt nicht!
Jeder Mensch braucht einen zumindest halb gefüllten Tank – seinen „Selbstwerttopf“. Wenn dieser Tank ständig leer oder falsch gefüllt wird (anstatt mit der Befriedigung der elementaren Grundbedürfnisse nach Liebe, Vertrauen etc. mit Ersatz-„Drogen“ wie Medien, (schlechtes) Essen, Konsum …), wird der Mensch über kurz oder lang nicht mehr (richtig) funktionieren und macht durch sein herausforderndes Verhalten darauf aufmerksam.
Pädagogischer Handlungskreislauf
Statt auf herausforderndes Verhalten direkt mit einer Reaktion zu antworten, orientieren wir uns an einem fünfstufigen Kreislauf – Beobachtung und Verstehen kommen vor dem Handeln:
- Beobachten
- Analysieren / Verstehen
- Handlungsplanung
- Handeln
- Überprüfen (Evaluation)
Der Kreislauf beginnt danach wieder von vorn beim Beobachten. Bewusst vermieden wird die Abkürzung direkt vom Beobachten zum Handeln, ohne die Schritte Analysieren/Verstehen und Handlungsplanung zu durchlaufen.