Weiterbildung „Fachkraft für Frühpädagogik“ 011/22 – 01/24

 
Kooperationspartner*innen der Weiterbildungen sind:

  • Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz
  • SPFZ (Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum des Landes Rheinland-Pfalz)
  • Fachberatung für kommunale Kindertagesstätten Verbandsgemeinde Altenkirchen und Stadt Alzey
     
     

Beschreibung


Die pädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren für Kindertagesstätten hat inzwischen sehr viel an Bedeutung gewonnen. In Rheinland-Pfalz gilt seit dem 1. August 2010 der Rechtsanspruch für Zweijährige, seit 2013 der bundesweite Rechts­anspruch für einjährige Kinder auf einen Platz in einer Kita. Die Fachkräfte in den Einrichtungen brauchen neben einem aktualisierten Fachwissen über die Entwicklung von Kindern unter drei Jahren hohe soziale und personale Kompetenzen. Sie wissen, dass kleine Kinder nicht einfach jüngere KiTa-Kinder sind, sondern grundlegend andere Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben haben, auf die sie sich und die KiTas sich einstellen müssen. Angesichts eines sich deutlich beschleunigenden Wandels der Gesellschaft ist es außerdem heute etwas Anderes als noch vor nur einem Jahrzehnt Kinder auf die Zukunft vorzubereiten.

Für den Aufbau intensiver Beziehungen als Grundlage kollegialer Beratung in der Weiter-bildungsgruppe wird diese Weiterbildung von einer einzigen Referentin geleitet. Im gemeinsamen Reflektieren und Erarbeiten der aktuellen Themen in der Fortbildungsgruppe sollen die Sicherheit und Handlungsfähigkeit der pädagogischen Fachkräfte gestärkt und Fachkenntnisse rund um die Sie beschäftigenden Fragen der Frühpädagogik er-weitert werden. Zwei halbtägige Hospitationen in KiTas oder Krippen unter den Aspekten „Be-ziehungsvolle Pflege“ und „Freies Spiel“ sind Bestandteil der Weiterbildung. Ihre Teilnahme setzt Ihre Bereitschaft zur aktiven Auseinander-setzung mit sich selbst, Ihrer (Bildungs-) Biografie sowie Ihrem beruflichen Handeln voraus.
 
 

Inhalte


Wir arbeiten täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr mit einer Stunde Mittagspause. Darüber hinaus sollte zwischen den einzelnen Modulen etwa 1 Stunde für die „Transferaufgaben“ sowie ca. 16 Stunden für die Erarbeitung der Abschlussarbeit eingeplant werden.

Modul 1: Haltung und Rolle der Erzieher*in

  • Kindheit früher – Kindheit heute
  • Von Erziehung zur Beziehungsgestaltung – Pädagogik im Wandel und neue Ausbildungswege
  • Das Bild vom Kind, Reflexion der Berufsrolle und Erziehungs- bzw. Beziehungsstile
  • Kita-Alltag in Zeiten von „Corona“ und Lockdowns

Modul 2: Bindung und Eingewöhnung

  • Empathie, Bindung und Bildung – Bindungstheorie und Bindungsmuster
  • „Angelehnt an?“ – Berliner Modell in der Praxis
  • Neue Wege in der Eingewöhnung: Peergroup-Eingewöhnung und gelungene Erziehungspartnerschaft
  • Weniger Stress im Alltag – Übergänge stressreduziert gestalten
  • Der Raum als 3. Pädagoge: Praxisreflexion

Modul 3: Beobachtung und Dokumentation

  • Arbeiten mit Portfolio – Reflexion der Praxis
  • Entwicklungsaufgaben des Kleinkindes: Autonomiephase und Ich-Entwicklung
  • Dialogische Entwicklungsdokumentation
  • Der positive Blick auf das Kind – Lerngeschichten u. Fotobilderbuch (M. Carr)
  • Beobachten statt bewerten

Modul 4: Spiel- und Bewegungsinteraktionen

  • Hospitation und Praxisreflexion
  • Wie Kinder lernen (Pikler, Hüther, Spitzer)
  • Psychomotorik und Gehirnentwicklung
  • Herausforderungen, Werkstätten, Sinneserfahrungen – Alles, was kindliche Entwicklung braucht und die Fachkraft tun kann

Modul 5: Beziehungen gestalten

  • Selbstwertgefühl und Kommunikationsmuster
  • Kommunikative Kompetenz – Wertschätzende Kommunikation mit Kindern, Eltern, im Team
  • Konfliktfähigkeit und Konfliktprävention

Modul 6: Pflegesituationen als Beziehungsanlass

  • Beziehung und Berührung, Nähe und Distanz – Grundlagen der Pikler-Pädagogik
  • Mit Kindern reden. Entwicklung von Sprache und alltagsintegrierte Sprachbildung
  • Kontakt und Konflikt – Beißen, Essen und Schlafen im U3-Bereich
  • Hochsensible und gefühlsstarke Kinder

Modul 7: Aspekte zu Bildung und Entwicklung

  • Diversität und Inklusion – Vorurteilsbewusste Pädagogik, Umgang mit Verschiedenheit
  • Grenzsituationen und Partizipation im U3-Bereich – Macht der Erzieher*in (Adultismus)
  • Kinder bilden und stärken – Resilienz fördern

Abschlusspräsentation und Zertifizierung
 
 

Termine in Alzey/Eppelsheim (Kurs VIII 2021/22)


  • Modul 1: 14.11. bis 16.11.2022
  • Modul 2: 18.01. bis 20.01.2023
  • Modul 3: 01.03. bis 03.03.2023
  • Modul 4: 24.04. bis 26.04.2023
  • Modul 5: 22.05. bis 24.05.2023
  • Modul 6: 04.07. bis 05.07.2023
  • Modul 7: 12.09. bis 13.09.2023
  • Abschlussveranstaltung und Zertifizierung: 11.01.2024
     
     

Teilnahmebeitrag


1.490,- € ohne Verpflegung

Für diese Weiterbildung ist Bildungsfreistellung beantragt.

Die Weiterbildung schließt mit einem Zertifikat ab.
Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss ist…

1. die Teilnahme an allen Modulen
    (Das Nachholen einzelner Module ist nach Absprache möglich.)

2. Arbeit an Transferaufgaben zwischen den Modulen

3. Schriftliche Abschluss-/Hausarbeit oder eine Präsentation
 
 

Referentin


Dr. Renate Niekant


 

Veranstaltungsort

Kulturhaus Hamm a.d.Sieg

 
 

Dauer der Veranstaltungen


7 Module = 20 Tage, jeweils 9:00 bis 16:00 Uhr
 
 

Anmeldung


Hier haben Sie die Möglichkeit sich direkt für das Seminar einzuschreiben. Bitte füllen Sie hierzu folgendes Formular aus.  

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