Weiterbildung „Fachkraft für Frühpädagogik“

 
Kooperationspartner*innen der Weiterbildungen sind:

  • Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz
  • SPFZ (Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum des Landes Rheinland-Pfalz)
  • Fachberatung für kommunale Kindertagesstätten der Stadt Alzey

Beschreibung


Die pädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren für Kindertagesstätten hat inzwischen sehr viel an Bedeutung gewonnen. Der Rechtsanspruch für ein- und zweijährige Kinder wird rege genutzt, das „Gute-KiTa-Gesetz“ der Bundesregierung wurde auf Landesebene – in RP im (neuen) KiTaG –  weitgehend umgesetzt.  Die Fachkräfte in den Einrichtungen brauchen neben einem aktualisierten Fachwissen über die Entwicklung von Kindern unter drei Jahren hohe soziale und personale Kompetenzen. Sie wissen, dass kleine Kinder nicht einfach jüngere KiTa-Kinder sind, sondern grundlegend andere Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben haben, auf die sie sich und die KiTas sich einstellen müssen. Angesichts eines sich deutlich beschleunigenden Wandels der Gesellschaft ist es außerdem heute etwas Anderes als noch vor nur einem Jahrzehnt Kinder auf die Zukunft vorzubereiten.

Für den Aufbau intensiver Beziehungen als Grundlage kollegialer Beratung in der Weiterbildungsgruppe wird diese Weiterbildung von einer einzigen Referentin geleitet. Im gemeinsamen Reflektieren und Erarbeiten der aktuellen Themen in der Fortbildungsgruppe sollen die Sicherheit und Handlungskompetenz der pädagogischen Fachkräfte gestärkt und Fachkenntnisse rund um die Sie beschäftigenden Fragen der Frühpädagogik erweitert werden. Zwei halbtägige Hospitationen in KiTas oder Krippen unter den Aspekten „Beziehungsvolle Pflege“ und „Freies Spiel“ sind Bestandteil der Weiterbildung. Ihre Teilnahme setzt Ihre Bereitschaft zur aktiven Auseinander-setzung mit sich selbst, Ihrer (Bildungs-) Biografie sowie Ihrem beruflichen Handeln voraus.
  

Inhalte


Wir arbeiten täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr mit einer Stunde Mittagspause. Darüber hinaus sollte zwischen den einzelnen Modulen etwa 1 Stunde für die „Transferaufgaben“ sowie ca. 16 Stunden für die Erarbeitung der Abschlussarbeit eingeplant werden.

Modul 1: Haltung und Rolle der Erzieher*in

  • Kindheit früher – Kindheit heute
  • Von Erziehung zur Beziehungsgestaltung – Pädagogik im Wandel und neue Ausbildungswege
  • Das Bild vom Kind, Reflexion der Berufsrolle und Erziehungs- bzw. Beziehungsstile
  • Grundlagen der Entwicklungspsychologie: Herausforderungen in der Autonomiephase
  • Umgang mit den Erwartungen von Eltern an die KiTa 

Modul 2: Bindung und Eingewöhnung

  • Empathie, Bindung und Bildung – Bindungstheorie und Bindungsmuster
  • „Angelehnt an?“ – Berliner Modell in der Praxis
  • Neue Wege in der Eingewöhnung: Peergroup-Eingewöhnung und gelungene Erziehungspartnerschaft
  • Weniger Stress im Alltag – Übergänge stressreduziert gestalten (Mikrotransitionen)
  • Der Raum als 3. Pädagoge: Praxisreflexion

Modul 3: Beobachtung und Dokumentation

  • Arbeiten mit Portfolio – Reflexion der Praxis
  • Entwicklungsaufgaben des Kleinkindes: Autonomiephase und Ich-Entwicklung
  • Dialogische Entwicklungsdokumentation
  • Der positive Blick auf das Kind – Lerngeschichten u. Fotobilderbuch (M. Carr)
  • Beobachten statt bewerten

Modul 4: Spiel- und Bewegungsinteraktionen

  • Hospitation und Praxisreflexion
  • Wie Kinder lernen (Pikler, Hüther, Spitzer)
  • Psychomotorik und Gehirnentwicklung
  • Herausforderungen, Werkstätten, Sinneserfahrungen – Alles, was kindliche Entwicklung braucht und die Fachkraft tun kann

Modul 5: Beziehungen gestalten

  • Selbstwertgefühl und Kommunikationsmuster
  • Kommunikative Kompetenz – Wertschätzende Kommunikation mit Kindern, Eltern, im Team
  • Konfliktfähigkeit und Konfliktprävention

Modul 6: Pflegesituationen als Beziehungsanlass

  • Beziehung und Berührung, Nähe und Distanz – Grundlagen der Pikler-Pädagogik
  • Mit Kindern reden. Entwicklung von Sprache und alltagsintegrierte Sprachbildung
  • Kontakt und Konflikt – Beißen, Essen und Schlafen im U3-Bereich
  • Hochsensible und gefühlsstarke Kinder

Modul 7: Aspekte zu Bildung und Entwicklung

  • Diversität und Inklusion – Vorurteilsbewusste Pädagogik, Umgang mit Verschiedenheit
  • Grenzsituationen und Partizipation im U3-Bereich – Macht der Erzieher*in (Adultismus)
  • Kinder bilden und stärken – Resilienz fördern

Abschlusspräsentation und Zertifizierung
 
 

Termine in Alzey/Eppelsheim          


  • Modul 1: 24.06. bis 26.06.2024                                                
  • Modul 2: 18.09. bis 20.09.2024                                               
  • Modul 3: 12.11. bis 14.11.2024                                               
  • Modul 4: 13.01. bis 15.01.2025                                               
  • Modul 5: 24.02. bis  26.02.2025                                              
  • Modul 6: 03.04. und 05.04.2025
  • Modul 7: 05.05. und 06.05.2025                                                

Abschlussveranstaltung und Zertifizierung: 02.07.2025, 9.00 bis 15.00 Uhr

Veranstaltungsort: Bürgersaal in Eppelsheim bei Alzey
 

Termine in Hamm an der Sieg (Westerwald)


  • Modul 1: 08. – 10.11.2023
  • Modul 2: 10. – 12.01.2024
  • Modul 3: 13.03. – 15.3.2024
  • Modul 4: 15. – 17.05.2024
  • Modul 5: 03. – 05.07.2024
  • Modul 6: 26. – 27.09.2024
  • Modul 7: 07. – 08.11.2024

Abschlusspräsentation und Zertifizierung:  29.11. 2024, 9.00 bis 15.00 Uhr

Veranstaltungsort: Kulturhaus Hamm, Scheidter Str. 11- 13, 57577 Hamm (Sieg)

 

Teilnahmebeitrag


1.550,- € ohne Verpflegung

Die Weiterbildung schließt mit einem Zertifikat ab.
Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss ist…

1. die Teilnahme an allen Modulen
    (Das Nachholen einzelner Module ist nach Absprache möglich.)

2. Arbeit an Transferaufgaben zwischen den Modulen

3. Schriftliche Abschluss-/Hausarbeit oder eine Präsentation
 
 

Referentin


Dr. Renate Niekant

 

Dauer der Veranstaltungen


7 Module = 20 Tage, jeweils 9:00 bis 16:00 Uhr
 
 

Anmeldung


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