Weiterbildung „Fachkraft für Frühpädagogik“

Kooperationspartner*innen der Weiterbildungen sind:
  • Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz
  • SPFZ (Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum des Landes Rheinland-Pfalz)
  • Fachberatung für kommunale Kindertagesstätten Verbandsgemeinde Altenkirchen und Stadt Alzey

Beschreibung


Die pädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren für Kindertagesstätten hat inzwischen sehr viel an Bedeutung gewonnen. In Rheinland-Pfalz gilt seit dem 1. August 2010 der Rechtsanspruch für Zweijährige, seit 2013 der bundesweite Rechts­anspruch für einjährige Kinder auf einen Platz in einer Kita. Die Fachkräfte in den Einrichtungen brauchen neben einem aktualisierten Fachwissen über die Entwicklung von Kindern unter drei Jahren hohe soziale und personale Kompetenzen. Sie wissen, dass kleine Kinder nicht einfach jüngere KiTa-Kinder sind, sondern grundlegend andere Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben haben, auf die sie sich und die KiTas sich einstellen müssen. Angesichts eines sich deutlich beschleunigenden Wandels der Gesellschaft ist es außerdem heute etwas Anderes als noch vor nur einem Jahrzehnt Kinder auf die Zukunft vorzubereiten. 
 
Für den Aufbau intensiver Beziehungen als Grundlage kollegialer Beratung in der Weiter-bildungsgruppe wird diese Weiterbildung von einer einzigen Referentin geleitet. Im gemeinsamen Reflektieren und Erarbeiten der aktuellen Themen in der Fortbildungsgruppe sollen die Sicherheit und Handlungsfähigkeit der pädagogischen Fachkräfte gestärkt und Fachkenntnisse rund um die Sie beschäftigenden Fragen der Frühpädagogik er-weitert werden. Zwei halbtägige Hospitationen in KiTas oder Krippen unter den Aspekten „Be-ziehungsvolle Pflege“ und „Freies Spiel“ sind Bestandteil der Weiterbildung. Ihre Teilnahme setzt Ihre Bereitschaft zur aktiven Auseinander-setzung mit sich selbst, Ihrer (Bildungs-) Biografie sowie Ihrem beruflichen Handeln voraus. 
 
Inhalte 
 
Wir arbeiten täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr mit einer Stunde Mittagspause. Darüber hinaus sollte zwischen den einzelnen Modulen etwa 1 Stunde für die „Transferaufgaben“ sowie ca. 16 Stunden für die Erar-beitung der Abschlussarbeit eingeplant werden. 
 
Modul 1: Haltung und Rolle der Erzieher*in
  • Von Erziehung zur Beziehungsgestaltung – Kleinstkindbetreuung im Wandel
  • Kindheit früher – Kindheit heute
  • Das Bild vom Kind und Erziehungs- bzw. Beziehungsstile
  • Qualität – „Gute Kita, schlechte Kita“: Haltung, Bild vom Kind und Berufsrolle
Modul 2: Bindung und Eingewöhnung
  • Bindung und Bildung – Bindungstheorie und Bindungsmuster
  • „Angelehnt an?“ – Berliner und Münchner Modell in der Praxis
  • Übergänge gestalten
  • Erziehungspartnerschaft gestalten: Elterngespräche professionell führen
  • Der Raum als 3. Pädagoge: Praxisreflexion
Modul 3: Beobachtung und Dokumentation
  • Arbeiten mit Portfolio – Reflexion der Praxis
  • „Entwicklungsaufgaben“ des Kleinkindes: Autonomiephase und Ich-Entwicklung
  • Entwicklungsdokumentation in der Praxis
  • Der positive Blick auf das Kind – Bildungs- und Lerngeschichten u. Fotobilderbuch (M. Carr)
  • Beobachten statt bewerten
Modul 4: Spiel- und Bewegungsinteraktionen
  • Hospitation und Praxisreflexion
  • Wie Kinder lernen (Pikler, Hüther, Spitzer)
  • Psychomotorik und Gehirnentwicklung
  • Herausforderungen, Impulse, Sinneserfahrungen – Alles, was kindliche Entwicklung braucht und die Fachkraft tun kann
Modul 5: Beziehungen gestalten
  • Kommunikationsmuster im Alltag
  • Kommunikative Kompetenz – Interaktions- und Beziehungsgestaltung mit Kindern, Eltern, im Team
  • Konfliktfähigkeit und Konfliktprävention
Modul 6: Pflegesituationen als Beziehungsanlass
  • Hospitation und Praxisreflexion
  • Grundlagen der Pikler-Pädagogik
  • Beziehung und Berührung, Nähe und Distanz
  • Kindern Resonanz geben. Entwicklung von Sprache und alltagsintegrierte Sprachbildung
  • Kontakt und Konflikt – Beißen, Essen und Schlafen im U3-Bereich
Modul 7: Aspekte zu Bildung und Entwicklung
  • Vielfalt und Inklusion– Vorurteilsbewusste Pädagogik, Umgang mit Verschiedenheit
  • Partizipation im U3-Bereich – Macht der Erzieher*in
  • Kinder bilden – stärken – Resilienz fördern
Abschlusspräsentation und Zertifizierung
 
 
 

Termine in Hamm a.d.S. (Kurs AK 2019/20)


  • Modul 1: 27. – 29.11.2019
  • Modul 2: 11.-13.2.2020
  • Modul 3: 28.-30.4.2020
  • Modul 4: 23.-25.6.2020
  • Modul 5: 31.8.2020-2.9.2020
  • Modul 6: 27./28.10.2020
  • Modul 7: 26./27.11.2020
  • Abschlusspräsentation: 17.12.2020
Referentin:
Dr. Renate Niekant,
Sozialwissenschaftlerin und Fachschulreferentin, Fortbildnerin für pädagogische Fachkräfte im Bereich Frühpädagogik und Kindheitspädagogik, Prozessbegleitung von Kitas, Krippen und Kinder- und Jugendhilfe, systemische Beratung und Schreibtherapie

Veranstaltungsort:
Kulturhaus Hamm
Scheidterstr. 11-13
57577 Hamm (Sieg)

Dauer der Veranstaltungen:
7 Module, jeweils 9.00 bis 16 Uhr

Teilnahmebeitrag:
630.-€, ohne Verpflegung – vorbehaltlich der Landesförderung für Teilnehmer*innen aus RP.
1030,-€ ohne Verpflegung – für Teilnehmer*innen aus anderen Bundesländern
 
Für diese Weiterbildung ist Bildungsfreistellung beantragt.
Die Weiterbildung schließt mit einem Zertifikat ab. 
 
 
 

Termine Alzey/Eppelsheim (Kurs Alzey VI 2020/2021)


  • Modul 1: 29.06. – 01.07.2020
  • Modul 2: 19. – 21.08.2020
  • Modul 3: 05. – 07.10.2020
  • Modul 4: 07.- 09.12.2020
  • Modul 5: 18. – 20.01.2021
  • Modul 6: 22./23.03.2021
  • Modul 7: 05./05.05.2021
  • Abschlusspräsentation: 01.07.2021
Referentin:
Dr. Renate Niekant,
Sozialwissenschaftlerin und Fachschulreferentin, Fortbildnerin für pädagogische Fachkräfte im Bereich Frühpädagogik und Kindheitspädagogik, Prozessbegleitung von Kitas, Krippen und Kinder- und Jugendhilfe, systemische Beratung und Schreibtherapie

Veranstaltungsort: Bürgersaal Eppelsheim
Albert-Schweitzer-Str.
55234 Eppelsheim

Dauer der Veranstaltungen:
7 Module, jeweils 9.00 bis 16 Uhr

Teilnahmebeitrag:
630.-€, ohne Verpflegung – vorbehaltlich der Landesförderung für Teilnehmer*innen aus RP.
1030,-€ ohne Verpflegung – für Teilnehmer*innen aus anderen Bundesländern
 
Für diese Weiterbildung ist Bildungsfreistellung beantragt.
Die Weiterbildung schließt mit einem Zertifikat ab. 
 
 
 

Anmeldung


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